Ratgeber · Transparenz

Wer am Auto wirklich verdient.

Beim Autokauf verdienen viele mit, oft dort, wo man es nicht erwartet. Wer die Geldquellen kennt, verhandelt an den richtigen Stellen.

Der Händler

Am Verkauf eines Neuwagens selbst verdienen Händler oft nur wenige Prozent. Das eigentliche Geschäft liegt rundherum:

Der Hersteller

Bank und Leasinggesellschaft

Bei einer 0-%-Aktion zahlt meist der Hersteller die Zinsen an die Bank, der Zins ist also im Fahrzeugpreis „versteckt“. Achtet auf den effektiven Jahreszins und beim Leasing auf den Restwert: Ist er zu hoch angesetzt, sieht die Rate günstig aus, aber bei Rückgabe droht eine Nachzahlung.

Die Versicherung

Bei Leasing und Kredit ist meist eine Vollkasko Pflicht. Prämien hängen stark von Typklasse, Wohnort, Alter und Schadenfreiheit ab und unterscheiden sich zwischen Anbietern deutlich. Versicherungspakete direkt beim Händler sind bequem, aber nicht automatisch günstig.

So sitzt ihr am längeren Hebel

  1. Getrennt verhandeln: Erst den Fahrzeugpreis, dann Finanzierung, Inzahlungnahme und Versicherung, jeweils einzeln.
  2. Gesamtkosten statt Rate: Eine niedrige Monatsrate sagt wenig. Vergleicht Anzahlung, Zinsen, Restwert und Laufzeit, genau dafür gibt es klarfahren.
  3. Alternativen mitbringen: Ein schriftliches Konkurrenzangebot ist das stärkste Argument, auch von neuen Marken.
  4. Barzahlungsrabatt erfragen: Und dann mit dem Finanzierungsangebot vergleichen, unser Angebots-Check zeigt, was sich mehr lohnt.
  5. Altes Auto selbst bewerten: Vergleicht den Händlerpreis mit Online-Börsen und Ankaufdiensten.
  6. Pakete hinterfragen: Service-, Garantie- und Reifenpakete nur, wenn sie günstiger sind als einzeln.
  7. Timing nutzen: Quartals- und Jahresende, Modellwechsel und Lagerfahrzeuge bringen oft Spielraum.

Euer Angebot im Angebots-Check prüfen

Allgemeine Brancheneinordnung ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Margen und Provisionen unterscheiden sich je nach Hersteller, Händler und Land. Stand: Oktober 2026.